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Übergewicht führt
zu Diabetes mellitus
Übergewicht ist bekanntlich
der wichtigste beeinflussbar Risikofaktor für die Entstehung
von Diabetes – Typ- 2. Der Diabetes- Typ- 2 bleibt häufig
über Jahre unentdeckt und deshalb unbehandelt. Während
dieser Zeit können bereits durch Diabetes bedingte Komplikationen
wie Herzerkrankungen, Nervenschädigungen und Schlaganfall
auftreten.
Weltweit nimmt die Zahl übergewichtiger oder fettleibiger
Menschen im epidemischen Ausmaß zu und damit auch das
Auftreten von Diabetes Typ – 2 Patienten. Unter Übergewicht
versteht man eine für die Gesundheit gefährliche
Vermehrung des Körperfetts. Der schweregrad des Übergewichts
und damit das Ausmaß der gesundheitlichen Gefährdung
wird mit dem so genannten Body Mass Index (Körpermassen-
Index, BMI) erfasst. Obwohl die genauen Zusammenhänge
bisher nicht bekannt sind, weiß man heute sehr genau,
dass das Risiko, einen Typ- 2 – Diabetes zu entwickeln
mit dem Körpergewicht ansteigt. Umgekehrt senkt eine
Gewichtsabnahme das Risiko für die Diabetesform.
Wie entstehen Übergewicht und Typ
2 Diabetes mellitus?
Die Gehirnrinde fordert ständig Energie
aus dem Körper ab. Diese angeforderte Energiemenge kann
durchaus an die verschiedenen Belastungen im Leben angepasst
werden. Es ist sogar möglich, dass das Gehirn im Laufe
des Lebens eine optimale Energieabfrage für die jeweilige
besondere Lebenssituation bereits gelernt hat. Es gibt spezielle
Nervenzellenverbände in der Gehirnrinde, welche diese
Lernaufgabe übernehmen.
In diesen Nervenzellenverbänden kann es allerdings zu
Beeinträchtigungen kommen, wofür folgende Ursachen
in Frage kommen:
| • |
genetische Veränderungen (was selten
ist) |
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vorgeburtliche Veränderungen (durch Erkrankungen
im Mutterleib oder Stressbelastung der Mutter) oder |
| • |
Erworbene Veränderungen wie durch psychische Störungen
(Trauma, Stressbelastung, Depression). |
Sind diese Nervenzellenverbände in
der Gehirnrinde beeinträchtigt, so kann das Gehirn sich
selbst nicht genug Zucker zuteilen und sichert stattdessen
seine Versorgung auf eine andere Art und Weise: Es steigert
den Appetit und die Nahrungsaufnahme. Bei dieser Ausweichstrategie
des Gehirns nimmt allerdings unweigerlich die Körpermasse
zu – Übergewicht entsteht.
Was passiert bei Übergewicht?
Sobald die Körpermasse aber eine kritische
Größe überschreitet, springen im Gehirn untergeordnete
Zentren im Zwischenhirn ein, die dann die Aufgabe übernehmen,
dem Gehirn Zucker zuzuteilen: Die Blutzuckerspiegel steigen
dabei an. Der Zucker wird über den Urin ausgeschieden
und eine weitere Zunahme der Körpermasse wird somit verhindert.
Dieser letztgenannte Zustand entspricht dem des Typ 2 Diabetes
mellitus.
Die erste und wichtigste Behandlungsmaßnahme ist die
Änderung der Ernährung und die langsame Gewichtsabnahme.
Damit lässt sich vielfach eine völlige Normalisierung
der Blutzuckerwerte erreichen. Die Empfehlungen der richtigen
Ernährung sind heute die gleichen
wie für jeden Übergewichtigen, Es geht darum, auf
eine gesunde Ernährung umzustellen, d.h. vor allem
weniger fettreiche Lebensmittel zu verzehren und stattdessen
mehr pflanzliche Produkte wie Gemüse und Obst zu konsumieren.
Die Portionsgrößen sollten insgesamt vernünftigt
gewählt werden. Ws genügt, sein Essen auf 3 bis
4 Mahlzeiten am Tag zu verteilen. Für Diabetiker ist
noch wichtig, dass sie Lebensmittel, die zu einer schnellen
Blutzuckererhöhung führen, begrenzen. |