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Die Rohkost-Diät ist ein Fest für gesundheitsbewusste
Puristen, bekennende Nicht-Köche und diejenigen, die
in Nahrungssymbiose mit ihrem Stallhasen leben. Auf dem Teller
liegen naturbelassenes Obst und Gemüse, Salate und Nüsse.
Auch Möhren, Paprika, Staudensellerie werden roh verzehrt.
Eine untergeordnete Rolle spielt im Gegensatz zur vegetarischen
Ernährung jede Form von Getreide.
Vorteile der Rohkost-Diät
Im Rohzustand ist der Vitamingehalt von pflanzlichen Lebensmitteln
am höchsten.
Nachteile der Rohkost-Diät
Allerdings wird durch den rohen Verzehr von Lebensmitteln
das Nahrungsspektrum eingeschränkt. Nicht roh genießbar
sind beispielsweise Kartoffeln, da ihre Stärke nur im
gekochten Zustand verdaulich ist. Hülsenfrüchte
enthalten roh Stoffe, die die Verdauung von Eiweiß im
Körper hemmen. Rohes Getreide ist für viele besser
bekömmlich, wenn es geröstet oder gebacken wird,
zum Beispiel als Vollkornflocken oder Brot. Auch die Verwertbarkeit
von Milcheiweiß verbessert sich, wenn es durch Säuren
(Joghurt, Quark) oder durch Erhitzen verändert wird.
„Da die gesamte Nährstoffversorgung
fast ausschließlich über Obst und Gemüse erfolgt,
ist die Aufnahme von Nährstoffen, die überwiegend
aus Getreideprodukten und Lebensmitteln tierischer Herkunft
stammen, unzureichend“, meint Carola Strasser, die in
der Giessener Rohkost-Studie, den Ernährungsstatus von
201 Rohköstler unter die Lupe nahm. Das gilt vor allem
für die Vitamine D, B2, B12 und Niacin sowie die Mineralstoffe
Zink, Kalzium und Jod. Auch eine ausreichende Versorgung mit
lebenswichtigen Fetten, unter anderem Omega-3-Fettsäuren
und Proteinen war nicht gegeben.
Auf Dauer kann dieser Nährstoffmangel
bedenkliche Stoffwechselveränderungen bewirken und der
Gesundheit schaden. Der hohe Anteil an Ballaststoffen führt
häufig zu Durchfall, Völlegefühl und Blähungen.
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